Ethische Richtlinien des Jamaica Blue Mountain Coffee


women in dressespp.jpgJamaica Blue Mountain Kaffee wird von den Aufbereitern unter Aufsicht des Coffee Industry Board von Jamaika produziert. Der Kaffee ist derzeit durch keine Art von „Fair Trade“-Label zertifiziert. Allerdings konnten zwei Estates eine Rainforest Alliance-Zertifizierung erhalten, darunter unser Clifton Mount Estate mit dem einzigen so zertifizierten Kaffee, der nach Europa exportiert wird.

Bei unabhängigen Bauern und kleinen Grundbesitzern bestehen die Arbeitskräfte allerdings nahezu ausschließlich aus Familie und Nachbarn. Hier nutzen die Aufbereiter ein Preissystem in Verbindung mit einem Mechanismus aus Vorfinanzierung und Abschlusszahlungen, das den Kleinbauern zugutekommt. Diese Methode hat einiges verhindert, das an anderen Orten Mode geworden ist. Die Aufbereiter, teils unterstützt durch das Coffee Industry Board, bieten den Bauern umfangreiche Nebenleistungen und Unterstützung, indem sie Düngemittel, etc. vergeben und wenn und wo notwendig, versprühen.

groundsmanpp.jpgDas Coffee Industry Board hat ein Versicherungssystem in Kraft gesetzt, das die Bauern im Falle von Orkanen und anderen Katastrophen unterstützt. Bei größeren Bauern, die an die Aufbereiter verkaufen, werden die Arbeiter gemäß der Richtlinien bezahlt und beschäftigt, die durch die strengen jamaikanischen Arbeitsgesetze gelenkt werden. In dieser Hinsicht sind der Lohn und die Sozialleistungen dort wesentlich höher als es die Norm in der Region, vor allem in Lateinamerika, ist. Die Arbeiter kommen oft aus anliegenden Gemeinden und meistens sind Unterkünfte, Freizeitbeschäftigungen, Schattenplätze, Bildungs- und Sanitäreinrichtungen sowie die medizinische Versorgung in der Nähe. Nur wenige Farmen sind in diesen Bereichen isoliert. Sie verfügen dennoch über eine annehmbare und zugängliche Infrastruktur. Die Arbeiter in den Aufbereitungs- und Sortieranlagen sowie in den Lagerhäusern erhalten ähnlich gute Löhne, Bedingungen und Einweisung.

JAMAICA JANUARY 2006 029pp.jpgDer Kaffee wächst im natürlichen Schatten und unter pflanzenfreundlichen Bedingungen an schwindelerregenden Abhängen. Das Abwasser, das aus der Nassaufbereitung des Kaffees stammt, wird umfassend aufbereitet und gereinigt, bevor es in die Umwelt freigegeben wird. Das Kompostieren sowie das Recyceln von Pulpeabfällen werden, wie im Fall des Clifton Mount Estates, zur Norm. Die Mavis Bank investiert nun unter einem neuen, progressiven Besitzer umfassend in umweltfreundliche Systeme für das Recyceln sowie die Wasseraufbereitung und das Clifton Mount Estate erhielt 2011 die Rainforest Alliance-Zertifizierung, die für sich spricht.


coffee sorter ladypp.jpgAuch wenn jamaikanischer Kaffee im Großen und Ganzen nicht als organisch zertifiziert ist, werden Düngemittel, Pestizide und Fungizide in der Regel nur äußerst zurückhaltend und nach Ermessen eingesetzt. Aufgrund des hohen Marktwerts der Ernte können das CIB und die einzelnen Bauern sich jedoch nicht verpflichten, gänzlich auf diese Mittel zu verzichten. Methoden zum Schutz vor Bodenerosion werden energisch betrieben.

worker with mask onpp.jpgJeder Kaffee lässt sich einfach zum Aufbereiter zurückverfolgen und eine Herkunftsbescheinigung liegt jeder Lieferung bei. Die Herkunft des Kaffees kann jedoch nur bei den Estates, die über eine Lizenz für den Export verfügen, auf einige wenige Hektar Land zurückverfolgt werden. Dabei sollte bedacht werden, dass das gesamte Produktionsgebiet nur etwa 6000 Hektar umfasst. Das entspricht einer großen brasilianischen Fazenda. Bei einer Ernte von etwas mehr als 1000 Tonnen von Rohkaffee in einem ertragsreichen Jahr ist allein dadurch die Rückverfolgbarkeit garantiert.